Google Suggest, Trends und Keyword Planner

By 24. Februar 2015Online, Tools

Nischen auf Potenzial überprüfen

Um mein vorausgegangenes Brainstorming zu verfeinern und meine vorab überlegten Nischen auf ihr Potenzial zu prüfen, nutze ich 3 Tools aus dem Hause Google. Dabei handelt es sich um Google Suggest, Google Trends sowie den Keyword Planner. Alle 3 Tools sind kostenlos und über jeden Browser aufrufbar, man muss keine separate App dafür installieren. Einzige Voraussetzung für den Keyword Planner, man muss sich ein AdWords-Konto bei Google anlegen.

Google Suggest

Googles Startseite. Eigentlich gar kein richtiges Tool, aber sofort einsatzbereit. Bringt einem die schnellsten Ergebnisse, zwar nicht ganz aussagekräftig was das Potenzial angeht, aber zum verfeinern und “in-die-richtige-Richtung-lenken” ganz ok. Gibt man seine vorab überlegten Begriffe in die Suchleiste ein, ergänzt Google dann automatisch das Eingegebene. Google schlägt damit genau jene Suchanfragen vor, die dort am häufigsten eingegeben werden. Somit weiß ich sofort wonach im Netz gesucht wird. Als Beispiel nehmen wir mal das Wort Monitor

Dabei ergeben sich folgende Vorschläge:

-Monitor
-monitoring
-Monitor Test
-Monitor kalibrieren

Weitere Ergebnisse findet man zusätzlich auf der unteren Seite bei den Suchergebnissen. Ich habe mich jetzt für die Keyword-Kombination Monitor und Test entschieden. Diese Kombination gebe ich jetzt erneut bei Google ein und gucke, was mir weiter vorgeschlagen wird. In diesem Fall erhalte ich nun folgende Ergebnisse:

-Monitor Test 2014
-Monitor Test 27 Zoll
-Monitor Test 24 Zoll
…etc.

Diese Wörter eignen sich vermutlich sehr gut, um eine Website zu erstellen und Besucher zu generieren.

Google Trends

Bei Google Trends handelt es sich um ein Tool, das sowohl Anzahl der Suchanfragen in einem bestimmten Zeitraum anzeigt, als auch Tendenzen eines Suchbegriffs darstellt. So lässt sich die Entwicklung von Suchbegriffen analysieren. Man trägt sein gewünschtes Keyword in die Suchleiste ein und erhält ein übersichtliches Diagramm mit dem Verlauf der Suchanfragen. Hier erkennt man schnell, ob es sich um kurze Eintagsfliegen, Dauerbrenner oder Aufsteiger handelt. Am Beispiel vom Keyword Tablet kann man sofort ablesen, dass der Trend seit 2010 immer weiter nach oben geht und das Keyword immer mehr Suchanfragen verzeichnet. Ebenso kann man saisonale Schwankungen erkennen, so ist es beim Wort Christbaumständer nicht verwunderlich, dass die meisten Anfragen immer ab November beginnen und Ende Dezember rapide sinken. Mit Google Trends lassen sich bis zu fünf Keywords miteinander vergleichen. Die Ergebnisse können dann noch für einen bestimmten Zeitraum oder eine Region gefiltert werden.

Google Keyword Planner

Alle Suchanfragen werden bei Google gespeichert und lassen sich auswerten. Um auf diese Daten zugreifen zu können, benötigt man wie oben erwähnt einen Google Adwords Account. Hat man sich erfolgreich angemeldet, klickt man bei Tools im Menü auf Keyword Planer und anschließend auf Ideen für neue Keywords und Anzeigengruppen starten. Hier kann man seine Suche noch auf Länder und Sprachen begrenzen. In meinem Fall habe ich beides auf Deutschland bzw. deutsch gestellt. Schließlich soll das meine Zielgruppe sein.

Danach erhält man zum einen Anzeigengruppen-Ideen, zusammengefasste Keywords, nach denen häufig gesucht wird und die möglichst zu unserem Keyword passen. Zum anderen bekommt man die viel aussagekräftigeren Keyword-Ideen. Hier kann man in der Übersicht die monatlichen Suchanfragen erkennen, den Wettbewerb mehr oder weniger tendenziell ablesen und einen Klickpreis für eine Anzeige bei Google Adwords erfahren. Dabei sollte man darauf achten, dass die monatlichen Suchanfragen nicht zu niedrig sind und genug Besucher auf unsere Seite kommen. Verlässliche Richtwerte hierzu gibt es nicht, aber wenn man eine Suchanfrage pro Stunde nimmt, dann kommt man im Monat auf 720. Bei 10 Anfragen pro Stunde sind es schon 7200. Also je mehr, desto besser. Es ist aber recht unwahrscheinlich, dass man eine Suchanfrage mit 10.000+ findet, die nicht schon von der Konkurrenz belegt ist.

Man erkennt also recht schnell, nach welchen Keywords gesucht worden ist, wie oft diese Suchbegriffe eingegeben wurden und wie stark die Konkurrenz für ein Keyword ist. Man sieht somit, ob das gewünschte Keyword lukrativ und möglichst profitabel ist. Stark umkämpfte Keywords sind zum Beispiel Geld verdienen, Prepaid Kreditkarte oder Reise.

Wenn man nun seine Ergebnisse verfeinert, kann man sich mit einem Teilbereich des Hauptthemas eine Nische generieren. In meinem Fall von Monitoren habe ich mich auf Ultrawide Monitor oder Widescreen Monitor spezialisieren können. Der Monitormarkt ist zwar hart umkämpft, wenn man aber erst mal einen überschaubaren Bereich ausgewählt hat, lässt sich auch damit bares Geld verdienen.

Mit diesen 3 Tools kann ich meine grobe Nischenfindung relativ leicht und schnell durchführen. Man darf diese Ergebnisse aber nicht überbewerten, sie sagen noch nicht viel über meine Chancen aus, bei Google auf die erste Seite zu kommen.

Möchte man noch genauer vorgehen und verlässlichere Daten bekommen, so kommt man um professionelle Software wie Market Samurai nicht herum. Ein mächtiges Tool, mit dem man viel Zeit spart und einen viel besseren Überblick bekommt. Dieses Tool stelle ich in einem späteren Beitrag vor.

Bartosz Jung

Bartosz Jung

Ich bin Bartosz, 42 Jahre alt und mit Walkman, Amiga und Star Wars Figuren aufgewachsen. Ich beschäftige mich mit Wordpress, Fotografie und Gadgets. Seit Anfang 2014 befasse ich mich intensiv mit Affiliate-Marketing und eCommerce.

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